Quelle: http://www.haus-der-kleinen-forscher.de/fileadmin/Redaktion/4_Ueber_Uns/Grundschule_610/Handreichung_Forschen-im-Grundschulalter_2013.pdf

 

 

 

 

 

 

         

 

http://www.haus-der-kleinen-forscher.de/fileadmin/Redaktion/4_Ueber_Uns/Grundschule_610/Handreichung_Forschen-im-Grundschulalter_2013.pdf

 

 

Konzept

 

„Aufgabe des Sachunterrichts in der Grundschule ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen, die sie benötigen, um sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mit zu gestalten.“ (Lehrplan Sachunterricht, S. 39)

 

Der Lehrplan bündelt die didaktisch relevanten Sachverhalte in fünf Bereiche:

      Natur und Leben, Technik und Arbeitswelt

      Raum, Umwelt und Mobilität

      Mensch und Gemeinschaft

      Zeit und Kultur

Den einzelnen Bereichen sind wiederum Schwerpunkte zugeordnet.

 

Ganz gleich an welchen Themenbeispielen die Kinder eigene Erfahrungen erwerben, wichtig ist uns, dass sie viel Zeit für die kindliche Freude am Spielen, Entdecken, Ausprobieren und Beobachten zur Verfügung haben. Wir möchten, dass Kinder sich selbstständig neue Sachverhalte erschließen. Dafür müssen sie folgende Fähigkeiten, Verfahren und Arbeitstechniken kennenlernen:

      Mit Ruhe und Ausdauer Problemen, Fragen und Aufgaben nachgehen und zu Ende führen

      Gezielt Fragen stellen, Wenn-dann-Beziehungen formulieren, Hypothesen aufstellen und überprüfen, Gelerntes übertragen und anwenden

      Informationen aus Texten entnehmen, einfache Schaubilder lesen, erklären, einfache Quer- oder Längsschnitte zeichnen und erklären

      Sich Informationen besorgen (Lesen von Lexika, Karten, Fahrplänen, Internet), Interviews durchführen und auswerten, beobachten und Beobachtungen notieren

      Listen und Tabellen lesen oder anlegen, mit „Werkzeug“ umgehen können (z. B. Lupe, Thermometer, Kompass, Zollstock, Handwerkszeug)

      Verantwortungsvoll mit dem benötigten Material umgehen

      Ergebnisse präsentieren (Versuch, kleiner Vortrag, Rollenspiel, Buch, Bild...)

 

Um diese Fähigkeiten ausbilden und weiterentwickeln zu können, führen wir bereits in der ersten Klasse verbindliche Vorgehensweisen beim Forschen ein (vgl. Anhang), die in den Klassen 3 und 4 weitergeführt werden. Die Kinder nutzen die entsprechende Vorlage zur einheitlichen Dokumentation und dokumentieren ihr Vorgehen in einem Forscherheft.

Wir legen großen Wert auf einen schüler- und handlungsorientierten Unterricht. Beobachten, Entdecken und Ausprobieren sind wesentliche Elemente unseres Sachunterrichts. Dabei werden fachbezogene Motivation und Interessen der Kinder entwickelt und ein Verständnis für konkrete und allgemeine Zusammenhänge ermöglicht. Insbesondere der Alltagsbezug ist uns wichtig, d.h. die Kinder entdecken Phänomene in ihrer Umwelt. Welche Chancen diese Herangehensweise bietet, stellt die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ wie folgt dar:

„Das Forschen und Experimentieren fördert das Interesse der Kinder für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Außerdem stärkt es andere Basiskompetenzen wie Sprache, Sozialkompetenz, Feinmotorik, lösungsorientiertes Handeln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik, der heiße Kakao dampft in der Tasse (...). Kinder wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des

Wortes „begreifen“ und mehr über Naturphänomene erfahren. Diese vielfältigen Anlässe im Alltag der Kinder lassen sich auch für die pädagogische Arbeit nutzen. Die Fragen der Kinder spielen deshalb beim Forschen und Experimentieren eine zentrale Rolle.“ (vgl. Haus der kleinen Forscher)

Seit dem Schuljahr 2013/ 2014 werden zwei Forschertage zu naturwissenschaftlichen Phänomenen durchgeführt. In klassen- und jahrgangsübergreifenden Teams arbeiten die Kinder selbstständig zu einem bestimmten Thema. Sie erhalten Impulsfragen und Materialsammlungen beispielsweise zum Bereich Magnetismus. In einem differenzierten Forscherbuch halten die Kinder ihre Vermutungen, Beobachtungen und Erklärungen festhalten. Hierzu laden wir auch die Vorschulkinder der drei benachbarten Kindergärten ein. Dies findet großen Anklang und die Erzieherinnen erscheinen gerne im Laufe des Vormittags mit den Kindergartenkindern.

Wir sind seit dem Schuljahr 2014/ 2015 ein „Haus der kleinen Forscher“. Im Rahmen dessen nimmt das Kollegium regelmäßig an entsprechenden Fortbildungen teil. Es wurde ein Forscherraum mit zahlreichen Alltagsmaterialien eingerichtet. Zusätzlich wurden Karteikästen mit kreativen Arbeitsaufträgen gemäß den Altersstufen der Kinder erstellt, die die Kinder zum Experimentieren anspornen und anregen sollen.

Der Forscherraum, der ausgestattet ist mit Werkzeug (Mikroskope, Lupen, Zangen etc.) und Versuchsmaterial (Alltagsmaterialien, sowie Forscherkisten zu speziellen Themen), ermöglicht den Kindern über den Klassenraum hinaus in Kleingruppen zu experimentieren, zu forschen und zu bauen. Die Kinder sollen durch angeleitetes Forschen in thematisch vorgegebenen oder bei frei gewählten Projekten die Grundkenntnisse und Fertigkeiten des Forschens erlangen und/oder sich näher mit ausgewählten Phänomenen aus der Naturwissenschaft beschäftigen. Hierzu gehört sowohl der Umgang mit technischen Geräten als auch Experimente mit Gegenständen des alltäglichen Lebens. Ebenso können freie Forscherstunden ohne Themenvorgabe eingerichtet werden, die es gestatten – beispielsweise in der freien Arbeit – einen selbstbestimmten Zugang zum Forschen zu ermöglichen. In MINT-AGs der nachmittags Betreuung, deren Teilnahme für alle Kinder offen ist, kann sich eine Gruppe treffen, um sich mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen auseinander zu setzen oder bei technischen Aufgaben den Umgang mit Werkzeugen zu erlernen. Die Kinder nutzen die vielfältigen Möglichkeiten der Forscherwerkstatt besonders in Kleingruppen, im Themenkurs für besonders begabte Schüler oder in klassen- und jahrgangs­übergreifenden Vorhaben.

Auch über die Forschertage hinaus wird natürlich innerhalb der Klassen geforscht. Sei es das Experiment des Monats oder Reihen zum Forschen und Experimentieren. Die Klassen besuchen dazu regelmäßig den Forscherraum. Im Forscherraum stehen Einzeltische auf Rollen zur Verfügung, die schnell und einfach den Anforderungen entsprechend verschoben oder zu Gruppentischen gestellt werden können. Aufgebaute

Experimente oder gebaute Modelle können dort stehen bleiben, um später daran weiter zu arbeiten oder aber auch, um diese anderen Klassen oder Eltern vorzustellen. Bei einheitlichen Themen/ Problemstellungen innerhalb der einzelnen Klassen ermöglicht so ein Forscherraum dem Kollegium einmalig alle Materialien etc. bereit zu legen, so dass eine große Auswahl möglich ist.

In unserer jährlichen Projektwoche stellen wir handlungsorientierte MINT-Themen in den Vordergrund. Auch nehmen wir an verschiedenen Wettbewerben teil, wie z.B. den Känguru-Wettbewerb der Mathematik.

In den Klassenräumen werden regelmäßig Forscherecken gestaltet. Dazu werden auf separaten Gruppentischen Experimentierkästen und benötigtes Material bereit gelegt, sodass im Rahmen des Wochenplans, Werkstätten oder dem offenen Unterrichtsbeginn geforscht werden kann. Auch der Klassenlehrer hat so spontan die Möglichkeit auf aktuelle Problem- und Fragestellungen einzugehen.

Dies gilt natürlich auch für die Betreuung. Die Forscherecken geben den Schüler und

Schülerinnen die Möglichkeit auch eigenen Fragestellungen und Ideen losgelöst vom Unterrichtsthema nachzugehen. Die Klassenlehrer und Betreuungskräfte können nach Bedarf auch die Forscherkästen aus dem Forscherraum ausleihen. Dazu müssen Sie sich bei dem Verantwortlichen für den Forscherraum melden. Die Forscherkästen müssen vollständig und geordnet wieder zurückgegeben werden. Der Verantwortliche für den Forscherraum überprüft nicht nur regelmäßig die Forscher- und Experimentierkästen auf Vollständigkeit, sondern kontrolliert auch, ob die Verbrauchs- und Alltagsmaterialien noch ausreichend vorhanden sind. Bei Bedarf kümmert er sich um Nachschub unter anderem in dem er die Kinder und Eltern auffordert diese zu sammeln.

 

Nicht nur während des Unterrichts oder der Betreuungszeit soll der Forscherraum genutzt werden. Bei Klassen- und Schulfesten lädt der Forscherraum Eltern und Besucher dazu ein, gemeinsam mit den Kindern zu forschen, zu experimentieren und zu bauen.

Eine Kooperation mit anderen Einrichtungen, wie den benachbarten Kindergärten oder der weiterführenden Schule wird angestrebt, auch weitere Kooperationspartner sind denkbar. Derzeit pflegen wir Kontakte zur TU Dortmund, die uns gerade mit Computern unterstützt. Auch die Eltern und Großeltern möchten wir mit einbinden, sei es zur Betreuung des Forscherraums, zur Beaufsichtigung einzelner Forschergruppen oder als Experten zu einzelnen Themen. Weiterhin ist eine Kooperation mit der Kinderuniversität in Düsseldorf geplant.

Ob nun Forscherraum oder Forscherecke offene Forscherräume besitzen einen hohen Aufforderungscharakter und animieren die Kinder in besonderer Weise zum Forschen, ganz nach dem Motto „Gelegenheit macht Forscher“. Dabei sollen jedem Kind anregende, altersgerechte und ungefährliche Forschungsmaterialien frei zugänglich zur Verfügung stehen. So können die Kinder ihrer Entdeckerlust und ihren eigenen Fragen jederzeit selbstständig nachgehen und sich die Zeit nehmen, die sie zum Forschen und Entdecken brauchen“ (vgl. Haus der kleinen Forscher).

 

Zusätzlich stehen den Kindern unser Computerraum, sowie jeweils vier PCs in den Klassenräumen zur Verfügung. So können sie sich Wissen aneignen und den Computerführerschein, bzw. den Medienpass erwerben.

Zur Umsetzung unseres MINT-Konzeptes greifen wir auch auf außerschulische Lernorte zurück und arbeiten mit außerschulischen Partnern zusammen. Dazu gehören unter anderem Zoobesuch mit Zooschule Krefeld, Kinderbauernhof Steffens, Naturschutzhof Nettetal, NEW (Klimawandel, Klärwerk, Recycling, Dampfmaschine), Brandschutzerziehung durch die Feuerwehr und Rettungswache Schwalmtal

Unser Schulprogramm setzt sich aus einzelnen Puzzleteilen zusammen, die alle ineinander greifen und zusammen unser Schulleben bereichern (vgl. lambertus-schulebreyell.de/index.php/de/schwerpunkte-unserer-arbeit/die-schwerpunkte-erlaeutert). Das Schulpuzzle wird immer wieder um neue Teile ergänzt. Ein Puzzleteil bildet unser MINT-Konzept.

 


 

 

 

Vorgehensweise Forscher 1. und 2. Schuljahr:

 

 

Das vermute ich.

 

Das brauche ich.

 

So muss ich vorgehen.

 

Das habe ich beobachtet.

 

So erkläre ich es.

 

Hinweis: Quelle der Frösche ist unbekannt.

 

Vorgehensweise Forscher 3. und 4. Schuljahr:

 

 

 

 

Das ist meine Frage.

 

Das vermute ich.

 

Ich führe den Versuch durch.

 

Das habe ich beobachtet.

 

Ich schreibe es auf.