Nettetal, 20.03.2020

 

Sehr geehrte Eltern der Lambertus-Schule,

 

da die für Dienstag (17.03.2020) geplante Informationsveranstaltung entfallen muss, möchten wir Sie auf diesem Wege schon einmal vorab informieren.  Wir hoffen aber, die Veranstaltung bald nachholen zu können, so dass dann nicht nur eine Information erfolgt, sondern auch Raum zur Beantwortung von Fragen besteht.

Grundsätzlich geht es um folgenden Sachverhalt:

Am Grundschulzentrum in Breyell existieren zurzeit zwei Grundschulen (Lambertus-Schule und GGS Breyell) am gleichen Standort in unmittelbarer Nähe zueinander. Es stellt sich die Frage, ob dies sinnvoll ist.

Nachfolgend haben wir für Sie Vor- und Nachteile der Beibehaltung beider Schulen sowie der Zusammenlegung beider Schulen aus unserer Sicht zusammengestellt.

 

  • Beibehaltung der Eigenständigkeit beider Schulen

Vorteile:

  • bekanntes Schulleben bleibt erhalten
  • bekannte Konzepte bleiben erhalten
  • zwei kleine Systeme in Breyell

Nachteile:

  • geringe personelle Ressourcen

 

  • Zusammenlegung beider Schulen

Vorteile:

  • größere personelle Ressourcen
  • breitere Aufstellung des Lehrerkollegiums
  • breitere Aufstellung der pädagogischen Angebote und Schwerpunkte
  • größere Verteilung aller Aufgaben / Nutzung von Synergien
  • gemeinsame Einrichtung und Nutzung von Fachräumen und Außenanlagen
  • (Vor-)Leben von Gemeinschaft
  • Chancen für eine inhaltliche Neuausrichtung (Stärken stärken – Schwächen abbauen)

Nachteile:

  • großes System
  • konzeptionelle Arbeit muss neu überdacht und überarbeitet werden

 

Im Anschluss an diese Information haben wir Ihnen eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zu dieser Thematik zusammengestellt.

Bisher wissen wir noch nicht, wann wir unsere Informationsveranstaltung mit allen Schulmitwirkungsgremien stattfinden lassen können. Sobald wir einen neuen Termin zu dieser Veranstaltung gefunden haben, werden wir diesen auf unserer Homepage bekannt geben. In dieser Sitzung soll Ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich zu informieren, Antworten auf noch offene Fragen zu erhalten und zu beraten, sodass wir ein Meinungsbild der Elternschaft erhalten.

Nach dem Tagen der Schulmitwirkungsgremien könnte in der Schulausschusssitzung am 06. Mai 2020 ein Beschluss gefasst werden, der zum 01.08.2020 umgesetzt würde.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Iris Dickmanns

(komm. Schulleiterin)

Andrea Meyer

(Lehrerin)

Liste mit Fragen und Antworten (FAQ)

 

  • Ab wann könnte der Zusammenschluss umgesetzt werden?

Der Zusammenschluss könnte zum 01.08.2020 umgesetzt werden.

 

  • Wie ist der Ablauf eines Zusammenschlusses?

Die Schulkonferenzen bringen ihr jeweiliges Votum in den Schulausschuss ein. Dieser entscheidet darüber, ob die beiden Schulen in bisheriger Form erhalten bleiben oder ob es zu einem Zusammenschluss kommt. Die endgültige Entscheidung fällt der Rat der Stadt Nettetal. Bis zu den Sommerferien würde sich zunächst nichts ändern. Ab dem 01.08.2020 gäbe es dann eine Schule.

 

  • Was passiert mit der Schulleitung?

Sollten beide Schulen getrennt erhalten bleiben, wird die Schulleitungsstelle der Lambertus-Schule neu ausgeschrieben. Eine Konrektorenstelle wird es an der Lambertus-Schule aufgrund der Größe nicht geben.

Im Falle einer Zusammenlegung beider Schulen ist Frau Dickmanns die Schulleiterin der Schule. Frau Bossmanns wird Konrektorin des Schulverbundes. Zudem ist die Einrichtung einer erweiterten Schulleitung denkbar. In diese Position könnte eine Lehrkraft der jetzigen Lambertus-Schule treten, z.B. Frau Meyer.

 

  • Sind bestehende Klassen von einer Zusammenlegung betroffen?

Bereits bestehende Klassen sind von einer Zusammenlegung nicht betroffen.

 

  • Gibt es in Zukunft Auswirkungen auf die Klassengrößen?

Die Größe der Klassen hängt von den Anmeldezahlen in einem jedem Schuljahr ab. Die Zügigkeit der Schule sowie der einzelnen Standorte ist durch die Stadt geregelt. Auch im kommenden Schuljahr werden sowohl an der GGS als auch an der KGS jeweils zwei neue Klassen und am Teilstandort Schaag eine neue Klasse gebildet. Die Zügigkeit jeder Schule wird vom Schulträger immer wieder den aktuellen Schülerzahlen und Bedürfnissen angepasst.

 

  • Bleiben die Schulen räumlich getrennt oder werden die Gebäude und Außenanlagen gemeinschaftlich genutzt?

Im Falle der Zusammenlegung gibt es eine gemeinschaftliche Nutzung aller Räumlichkeiten und Außengelände. Über die konkrete Umsetzung entscheidet das Lehrerkollegium gemeinsam. Denkbar wäre z.B., dass Jahrgangsteams in einem Gebäude zusammen leben, lernen und sich austauschen können.

 

  • Darf man als Eltern an einem bestimmten Standort anmelden?

Die Anmeldung erfolgt an der neuen Schule. Eltern können bei der Schulanmeldung einen Wunschstandort angeben. Hierbei können Sie wählen zwischen den Standorten Breyell (GGS), dem kath. Teilstandort Breyell und dem kath. Teilstandort Schaag. Diesem Wunsch kann in den meisten Fällen entsprochen werden.

 

  • Wie wird der Religionsunterricht in Zukunft organisiert?

Egal ob eine Schule eine Gemeinschaftsgrundschule oder eine Bekenntnisschule ist, werden die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für die christlichen Bekenntnisse und für andere religiöse und weltanschauliche Überzeugungen gemeinsam unterrichtet und erzogen.

An der Gemeinschaftsgrundschule ist die Teilnahme am Religionsunterricht freiwillig. Wahlweise können Kinder wöchentlich zwei Stunden am katholischen oder evangelischen Religionsunterricht teilnehmen. An einer Bekenntnisschule ist die Teilnahme am Religionsunterricht dagegen für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Daher nehmen alle Schülerinnen und Schüler eines katholischen Teilstandortes wöchentlich zwei Stunden am katholischen Religionsunterricht teil.

  • Gibt es gemeinsame Feste und Veranstaltungen oder auch noch standortbezogene Aktionen?

Eine Schule feiert im Laufe eines Schuljahres auch immer wieder gemeinsame Feste oder führt gemeinsame Aktivitäten durch. Zudem machen Klassen oder Jahrgangsteams natürlich weiterhin ihre eigenen Ausflüge und Veranstaltungen.

 

  • Wird der Standort Schaag bei einer möglichen Zusammenlegung geschlossen oder wieder eigenständig?

Der Teilstandort Schaag bleibt wie bisher als Teilstandort erhalten.

 

  • Präsenz der Schulleitung an allen Standorten ermöglicht?

Derzeit sind die Büroräume der Schulleitungsmitglieder und der Verwaltung in Breyell untergebracht. Dies wird auch in Zukunft so bleiben.

 

  • Was wird aus den Konzepten der jeweiligen Schule?

Bei einer Zusammenlegung werden sich alle Kolleginnen und Kollegen gemeinsam zusammensetzen und die Konzepte besprechen und bearbeiten, um so zu einem gemeinsamen Konzept für die gemeinsame Schule zu gelangen. Dabei gibt es die Chance Stärken zu verstärken und Schwächen abzubauen. Eine Evaluation bestehender Konzepte ist in jedem Fall positiv zu bewerten und bringt jede Schule voran – auch eine gemeinsame Schule. Die pädagogische Vision dieser Schule wird sich dann gemeinsam in den nächsten Jahren entwickeln. Aus allen an Schule beteiligten Personen entsteht ein Kollegium. Aus Schülerinnen und Schülern werden Kinder einer Schule.

Die katholischen Teilstandorte können ihre spezifischen katholischen Aspekte im Schulleben beibehalten bzw. weiterentwickeln. Gleichzeitig gibt es ein gemeinsames Schulprogramm.

 

  • Werden die Lehrerstunden neu verteilt oder neue Lehrer eingestellt?

Im Falle einer Zusammenlegung können alle Lehrerstunden bestmöglich auf die Standorte verteilt werden.

Bei der Erhaltung beider Schulen finden gegebenenfalls Abordnungen von Schulen aus dem Kreis Viersen statt.

 

  • Welche Auswirkungen hat die Zusammenlegung auf die OGS / Betreuung?

Beide Systeme können nebeneinander bestehen bleiben. Beide Systeme sind dann allen Kindern der Schule zugängig.